Die Aufsätze und Herausgaben

Akzente — Das Tier
Herausgegeben und mit einem Vorwort
von Mirko Bonné und Jo Lendle
Carl Hanser Verlag
München 2016
ISBN 978-344625180.
Das Buch
Das Tier fasziniert seit ewigen Zeiten, denn Tiere sind zugleich Fremde und Begleiter: Seit Menschen Kunst machen, treten Tiere darin auf. Für eine von Mirko Bonné und Jo Lendle herausgegebene Ausgabe werden die „Akzente“ daher zum Zoologischen Garten, zum KommenTIERpark – und spannen mit Gedichten, Erzählungen, Zeichnungen, Kommentaren und Übersetzungen einen literarischen Bogen vom erfundenen Fabeltier Godewan über mittelhochdeutsche Vogelgedichte bis zur arktischen Waljagd. Mit Beiträgen von Urs Allemann, Juliette Aubert, Tony Birch, Johannes Bobrowski, Mirko Bonné, Jay Griffiths, Sabine Gruber, Günter Herburger, Norbert Hummelt, Tristan Marquardt, Rupprecht Mayer, Christoph Peters, Kaspar Peters, Teresa Präauer, Arne Rautenberg, Monika Rinck, Hendrik Rost, Farhad Showghi, Yoko Tawada und Jan Wagner.

 

Die Poesie. Keats
Die Poesie der Erde ist nie tot.
Zu Leben und Schreiben von John Keats
Vortrag. Mit 17 unveröffentlichten Übertragungen Mirko Bonnés
aus Keats’ dichterischem Frühwerk
Verlag Das Wunderhorn
Heidelberg 2016
ISBN: 978-3-88423-543-0
Das Buch
Anstatt zu studieren übersetzte Mirko Bonné fünf Jahre lang das dichterische Werk von John Keats, »Werke und Briefe« erschienen 1995 bei Reclam. Gedichte wie »La Belle Dame sans Merci«, Sonette wie »Bright Star« sowie die sechs großen Oden, die Keats schrieb, und seine Briefe, in denen Leben, Lieben und Dichten eins werden, haben sein Schreiben und poetisches Denken tief geprägt. „John Keats“, sagt Mirko Bonné, „verdanke ich die Öffnung meines Gedichts in die Tiefe der Zeit, durch ihn wurde ich Übersetzer: ,That which is creative must create itself.’“
Mirko Bonnés am 15. Juni 2016 in München gehaltener Vortrag ist Teil der Reihe „Zwiesprachen“ des dortigen Lyrik Kabinetts. Herausgegeben werden die Bände der gleichnamigen Publikationsreihe von Holger Pils und Ursula Hauesgen.

 

Trakl und wir
Trakl und wir
Fünfzig Blicke in einen Opal
Herausgegeben und mit Nachworten
sowie einer Lebenstafel versehen
von Mirko Bonné und Tom Schulz
Geleitwort: Hans Weichselbaum
Stiftung Lyrik Kabinett
München 2014
ISBN 978-3938776360.
Das Buch
Zum 100. Todestag von Georg Trakl (1887-1914) am 3. November haben die Herausgeber Mirko Bonné und Tom Schulz gemeinsam mit dem Münchner Lyrik Kabinett zeitgenössische Lyrikerinnen und Lyriker eingeladen, sich mit Trakls Gedichten auseinanderzusetzen. Jeder der fünfzig deutschsprachigen Autoren hat einem Gedicht, einem Textfragment oder einer Briefstelle von Georg Trakl einen eigenen poetischen oder essayistischen Text zur Seite gestellt. Diese unterschiedlichen Blicke und Reaktionen auf Georg Trakls Leben und Schreiben erzeugen ein vielfältiges Echo und ein fortgesetztes Gespräch mit einem der ganz Großen und Wirkungsmächtigen unter den deutschsprachigen Dichtern. Entstanden ist so eine außergewöhnliche poetische Würdigung des Lyrikers Georg Trakl.
„Trakls Gedichte funkeln wie Sterne über der Szenerie. Sie sind aus einem seltenen Material, nicht aus Eis oder Weltraumschrott, sondern aus indianischem Gold. Unschätzbar die Anzahl an Karat, letztlich unverkäuflich, und an keinem Handelsplatz dieser Welt erhältlich. Jedoch lesbar und haltbar bis in alle Ewigkeit.“ (Tom Schulz)
Mit Beiträgen von Andreas Altmann, Christoph W. Bauer, Marcel Beyer, Nico Bleutge, Marica Bodrozic, Nora Bossong, Carolin Callies, Heinrich Detering, Michael Donhauser, Elke Erb, Sylvia Geist, Nora Gomringer, Durs Grünbein, Dorothea Grünzweig, Ulla Hahn, Günter Herburger, Nancy Hünger, Norbert Hummelt, Karin Kiwus, Ulrich Koch, Angela Krauß, Ursula Krechel, Nadja Küchenmeister, Johannes Kühn, Björn Kuhligk, Michael Lentz, Marie T. Martin, Friederike Mayröcker, Brigitte Oleschinski, Christoph Peters, Martin Piekar, Steffen Popp, Marion Poschmann, Kerstin Preiwuß, Arne Rautenberg, Monika Rinck, Jan Volker Röhnert, Hendrik Rost, Silke Scheuermann, Sabine Schiffner, Evelyn Schlag, Kathrin Schmidt, Katharina Schultens, Farhad Showghi, Jan Skudlarek, Ulf Stolterfoht, Hans Thill, Jan Wagner, Ron Winkler und Uljana Wolf.
Der Leser
„Der Impuls, sich gegen jedwedes sich selbst beschwerende Pathos mit Leichtigkeit zu wenden, ist heutzutage sehr en vogue. Zumal es sich anbietet, Pathos durch alle möglichen Strategien zu unterlaufen. Gerade bei Texten, die sich an Trakl anlehnen, scheint es schwer, das Auratische des Trakl-Tons beizubehalten, sofern es gelingen soll, in sorgfältigen Bearbeitungen die spezielle Note mitzunehmen und dennoch in dem eigenen Text ein völliges Nichtpathos aufscheinen zu lassen. Ein Spagat? Hier scheint mir die Strategie zumeist aufzugehen, dass eher unterkühlte Texte, die scheinbar einen völligen Mangel an Mitgefühl oder Pietät zeigen oder einem anfangs oberflächlich erscheinen, im Umkehreffekt einen respektvolleren Zugang eröffnen, als er bei halbherzig hingesetzten Bedauerungs- und Betroffenheitsversen entstehen würde.“
Armin Steigenberger, Signaturen

 

Ausflug mit dem Zerberus

Ausflug mit dem Zerberus
Schöffling & Co.
Frankfurt am Main 2010
ISBN 978-3-89561-404-0.

Das Buch
»Ich stellte mir vor, ich wäre der Hundesitter der Unterwelt, und Persephone hätte mich rufen lassen, damit ich den Zerberus spazieren führe. Wie sieht der dreiköpfige Wachhund des Hades aus? Wohin mit ihm Gassi gehen?« Mirko Bonné wählt die ganze Welt für seinen Spaziergang mit dem Höllenhund. Die Reise führt nach Südamerika und in die Antarktis, nach New York und Amsterdam, an die Orte seiner Kindheit und Familie, auf den Mond und zurück.
Den drei Augenpaaren des Zerberus entgeht nichts: Detaillierte, poetische Reisebetrachtungen wechseln in diesen klugen und zugleich unterhaltsamen Beobachtungen ab mit Exkursionen in die Kunstgeschichte, Erinnerungen an Strandurlaube und Clubkonzerte mit Überlegungen zu Leben und Literatur. Unterwegs auf den Spuren von Trakl, Sebald, Camus und Whitman erzählt der Autor auch von der Entstehung seiner eigenen lyrischen Werke und Romane so geistreich wie leichthändig, so kritisch wie weltoffen.
Der Leser
Mirko Bonné hat eine ganz bestimmte Poetologie im Kopf, eine Möglichkeit, das Wirkliche und seine fiktive Ausgestaltung nicht als Gegensatz wahrzunehmen, sondern als poetische Einheit. (…) Unaufdringlich, gleichsam organisch gehen die einzelnen Motive in diesem Text ineinander über und ergeben einen geheimnisvollen Assoziationsteppich. (…) Es bedarf einer spezifischen, zeitgenössischen Artistik, solch flüchtige und doch zentrale Erfahrungen kunstvoll in der Schwebe zu halten. Bonnés Buch ist angenehm zeitlos und immer gegenwärtig.
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung