Angekommen am Ende der Beschaulichkeit, keinem gingen die Augen auf.
Du biegst um eine Straßenecke und gehst einen Steinwurf entfernt zur Post. Vor deinem Gesicht fuchtelt ein Uniformierter und herrscht junge Angestellte an, bis alle lächeln. Du füllst Formulare aus, als wolltest du eine Tierart, einen Fluss kaufen. Dein Brief verschwindet in einem anderen Umschlag. Zurück im Freien, ist die Straßenecke nicht mehr da, die Erde aufgegraben, und du bist verlassen und verloren (Shanghai, Kaixuan Lu, 14.9.)
Forderungen nach Verringerung ihrer verschwenderischen Verpackungen fallen bei den Mondkuchenherstellern auf taube Ohren. Zeitgleich mit dem Aufgang des Merkur wird für Sonntag ein Taifun erwartet („Shanghai Daily“).


„Straßen in Shanghai // … Ich bin umgeben von Schriftzeichen, die ich nicht deuten kann, ich bin durch und durch Analphabet. / Doch ich habe bezahlt, was ich mußte, und habe für alles eine Quittung. / Ich habe viele unleserliche Quittungen gesammelt. / Ich bin ein alter Baum mit welkem Laub, das noch dranhängt und nicht zu Boden fallen kann. // Und ein Hauch von der See bringt all diese Quittungen zum Rascheln …“ (Alsterdorf, ein paar Tage vor dem Flug nach China, 1. – 3.9.)


