Das Schattenwort
Eine Viertelstunde lang in der Lärmröhre. Die lauernde Angst im Schatten. Ich hielt die Augen geschlossen und dachte an Liebes, an weiche Haut, ans Gehen durch sommerliche Felder. Kernspintomografie. Ein Wort für unsere Welt, Nullwort, das Angst einflößen soll und es tut. Ich versuchte, eine Art Techno-Beat in dem Lärm zu hören, ganz vergeblich. Ich stellte mir Foltermethoden vor. Ich dachte an Gedichte, weil nichts mich mehr tröstet. Ich wurde mehr und mehr nur mehr Körper. Dann, als ich fast resignierte und deshalb nah am Losbrüllen war, herausgezogen wie aus dem für mich bestimmten elektronischen Ofen. (Speersort, 18.5.)
Trost? Du.
Das Schattenwort wuchs.
Mit jeder Amsel auf einer Baumspitze kannst du dich unterhalten – so du den Sinn dafür hast, Lust und Zeit und etwas Amselgeduld.
Der ganze Klatsch und Tratsch – über die vermeintlichen Konkurrenten, Rivalen, die Frauen, die, statt dich, andere begehren und in ihr Bett lassen – wozu? Um deiner Angst wenigstens Gesichter zu geben, wo du ihr schon keinen Namen geben kannst? Sehr schade. Um dich, lieber Freund.
Das Schattenwort wuchs.
Brot und Lauch!
Nach einer so schweren Unterzuckerung wie seit Jahren nicht liegst du da in der kühlen Sonne auf dem Bett und schlummerst. Dein Körper – wer ist er? – gibt dir noch immer unmissverständlich zu verstehen – zu begreifen –, wann es genug ist und du ruhen musst. So wird es sein. Und nicht mehr aufhören …
Das Schattenwort wuchs.
Herz, erfüllt
Hygiene der Hyäne
Im gelben Licht der Nacht: Gras, das Gras zwischen den Straßenbahnschienen und der Straße. Wenn du darauftrittst, der Widerstand. (Magdeburg, 8.5.)
„Ob meine Bilder nach der Natur gemalt sind, spielt keine Rolle und ist ohne Bedeutung.“ Claude Monet
„Auf dem Keller“ sagen sie in Bamberg, wenn sie im Biergarten sitzen. Da zeigt sich wieder das Erzählerische – nix da Zeitkolorit, Lokalkolorit – des Dialekts und der regionalen Rede: Zur Kühlung lagerte das Bier der alten Brauereistadt früher in Bierkellern. Und über denen waren Gärten. Und nahe lag, oben, auf dem Keller, auszuschenken, was unten im Dunkeln kühlte.
Von Wolmirstedt nach Woldirstedt!
Laut Peter Handke gibt es im Deutschen keinerlei Synonyme. Auch zwischen Leiblichem und Körperlichem besteht demnach ein Unterschied. Gibt es also den leiblichen Körper, den körperlichen Leib? Und lassen sie sich vereinigen? (Stendal, 10.5.)
B. B. King, der King of Blues, ist gestorben. Sogar der us-amerikanische Präsident schmunzelt nicht länger, sondern trauert, heißt es. Und im Radio, das weniger lügt, heißt es dazu, schließlich sei ja auch B. Obama Teil der Popkultur. (15.5.)
Jenseits der Hecke flitzen bunte Flecken entlang – die Mützen der Kinder, die hinunterspurten zum Spielplatz am Fluss.
Da ist der zerrupfte Vogel wieder, scheinbare Amsel, die aussieht wie Emily Dickinson und seit Wochen im Vorgarten herumhüpft. Sie blickt dich an mit erwartungsvollen Augen. Sie wartet. Auf dich? Jedenfalls wartest du auf sie.
Der Schmunzelpräsident der Popkultur regt sich nicht, als am Tag, nachdem B. B. King starb, das Todesurteil für den „Boston-Marathon-Attentäter“ verkündet wird. Pop war stets nichts als Verharmlosung.
Das Kind, elf Jahre alt, erklärt mir an einem Regenvormittag den Dreisatz der anti-proportionalen Zuordnung.
„Die Konstruktion (das Konstrukt?) des Körpers gleicht der Erfindung des Einhorns (der Erfindung Einhorn?)“, schreibt Michel Serres.
Zu Hause die Hygiene der Hyäne.
Der Lockvogelstreik
„Stars, hide your fires; / Let not light see my black and deep desires.“ Shakespeare, „Macbeth“
Das Kind fragt, als es vom erneuten Streik der Gewerkschaft der Lokführer hört: „Die Lockvögel wollen nicht arbeiten.“
„Was du gesehen hast, verrate nicht – bleib in dem Bild.“ Orakel von Dodona
Lies nicht nur die Neuerscheinungen. Lies auch, was früher schon erschien, lies das Erschienene und die Erscheinungen! Und lies nicht nur in Büchern. Sondern auch in Gesichtern und Gesichten. Lies nicht bloß Zeitung, sondern lies lieber in der Welt.
Noch immer beschäftigt der Lokführerstreik viele, auch das Kind. „Nimm doch einfach ein Pferd“, sagt es ernst.
Weißt du noch? Das eine Gemälde von Camille Corot, entstanden (in deiner Erinnerung) um 1864, betitelt (in deiner Erinnerung) „Sommerlandschaft“ (bei Pontoise?). Doch in keinem Archiv, in keinem Katalog findet sich das Bild. Auf einer lichten Baumgruppe, die den Eingang eines Waldes markiert, liegt schräg und stufig ein auffälliger Schatten, der dem Ganzen ungeheure Tiefe verleiht. Du warst, als du den Schatten lange betrachtet hast, in dem Bild, leibhaftig ein Teil davon. Und spürtest Wärme und Leuchten eines seit anderthalb Jahrhunderten vergangenen Sommertags.
Wilhelmsburg
It Takes An Ocean Not To Break
Das Hochhaus, in dessen Penthouse im 18. oder 20. Stock ich vor zwanzig Jahren Gedichte von John Keats und meine Übersetzungen las, wurde abgerissen. Links und rechts die beiden Türme der Dreierstaffette stehen noch, doch wo an der Esplanade der Glaxo-Turm stand, klafft nun ein Loch, groß genug für das Bett Hyperions.
Nie aufgefallen bis heute: „Dynamik“ und „Dynamit“.
Nachts in Berlin, die stille blaue Kälte.
Das Geheimnis, ist es ein Heim – ein Zuhause –, gar die Heimat? Es ist jedenfalls vom Heimlichen so weit entfernt wie vom Offenen, dem offen zu Tage Liegenden. Wie das, was man Top Secret nennt, immer auch mit Sekreten zu tun hat. Verzeihung, Herr Geheimrat, aber ich bin mein eigener geheimer Sekretär. Das Geheimnis ist das Eigene, das Heimliche erwächst aus der Angst – und ist damit immer schon im Besitz aller.
„Die abhandene Welt“ heißt Margarethe von Trottas neuer Film – ein Titel, der keinerlei Sinn ergibt. Was soll denn da fehlen … die Welt ist ja da, nur mein Sensorium für sie stumpft ab, stumpft immer weiter ab. Ganz zu schweigen davon, dass es aus diesem Grund auch gar nichts gibt, was abhanden wäre. Alles ist da. Erst wenn es verloren geht, kommt es abhanden. (1.5.)
„Ein Meer ist nötig, um sich nicht zu trennen“, singt Matt Berninger von The National. „Wasser in einem Glas ist das Glas, Wasser in einem See ist der See“, sagt Bruce Lee. „Wasser ist so hart, wie es weich ist.“ Und zu einem Reporter, der ihn interviewte, sagte Lee: „Be water, my friend.“
Foto: Bäume wie wir
Die selige Stunde
„Ich bin kein Ballerina-Typ!“ – Sondern?
DIE VEREINIGTEN STimmen VON AMseln
Eine Frau steht am Weiher und umarmt einen Baum. Sie hat die Schläfe an die Borke gelegt, hört der Pappel zu und blickt dabei übers Wasser.
Seit vier Wochen der Schmerz im Kopf, ein nachmittägliches Pochen hinterm Auge – durch das die Welt wirklicher wird, weil sie vergänglich und bedroht erscheint. Ja, überhaupt: erscheint. (23.4.)
Die selige Stunde – die der Stille und leeren Fülle frühmorgens gegen vier.
In den Auenwaldstreifen verdunstet die Wasserkloake des Herbstes und Winters, und auf dem Schlamm sprießt die Buschwindröschenschwemme.
„Einen Freund haben kann nur, wer selbst einer ist.“ Emerson
Ein Kauz in Rouen
„Ich bin dein Schutzenkel“, sagt ein kleiner Junge in der U-Bahn zu seinem Großvater, der daraufhin nicht länger sterben will.
Die Toten lesen. Die Toten, sie lesen.
Treuhandstelle für Dauergrabpflege!
Treuhandpflege der Dauergrabstelle?
Ein kleiner, ein winziger Junge kommt auf seinem Zwergenrad in einem Affenzahn die Straße vom Friedhof heruntergefahren, Wimpel an der Stange im Wind, Helm auf wie auf Honda, verbissenes Gesichtchen! Und oben im Dorf, am Kreisel bei der Schule, rangeln zwei andere Kleine in Judoanzügen in der Sonne. Da ist jede Menge Licht auf dem Fluss! „Endlich“, flüstert eine Alte in der Bank, „es ist Frühling.“ (20.4.)
Auf dem Mittelmeer vor der libyschen Küste sind hunderte, an die tausend, in Wirklichkeit unzählige Flüchtlinge aus den ausgebeuteten und kollabierten nordafrikanischen Ländern ertrunken, als ein weiteres schrottreifes Boot kenterte. „Wir brauchen“, sagt der christdemokratische Minister, der nichts begreift, weshalb er, in seiner Not, Christdemokrat zu sein vorgibt – Lügner vor dem Herrn –, „neue Seenotrettungskreuzer.“
Vergiss nicht den Kauz, den du in Rouen mitten in der Stadt rufen hörtest, in Rufnähe zur Kathedrale.
Jeder Tag, ohne schreiben zu können, sei ein verlorener, ein Tag ohne Atem, sagt W. H. Auden.
Feste Adressen
Günter Grass ist gestorben. 87 Jahre wurde er alt. Einige Male sah ich ihn in den letzten 15 Jahren über die Buchmessen schlurfen, immer kleiner und kleiner, aber immer auch mit denselben wachen, wütenden, neugierigen, nach Geltung heischenden Augen. Gelesen habe ich ihn kaum, verehrt noch weniger. Doch wohin ich auch kam, Grass war schon dort gewesen. Ich mag im Grunde nur vier Zeilen von ihm, sein kleines Gedicht „Glück“: „Ein leerer Autobus / stürzt durch die ausgesternte Nacht. / Vielleicht singt sein Chauffeur / und ist glücklich dabei.“ (13. April 2015)
„Poésie = Gemütherregungskunst“ heißt es bei Novalis. Schön der Akzent, schön auch das Gleichzeichen, beides verweist auf die Bedeutung der Übersetzungen, die in der Tat wahre Kunst sind, ohne dass sie es nötig haben, darauf zu bestehen und sich großzutun.
Wir sind doch alle Flüchtlinge, gerade wir mit unseren vermeintlich festen Adressen.
„,Meine hellste Zeit‘, sagte Colin, ,die verbringe ich damit, sie zu verdunkeln.“ Boris Vian
In dem von Tag zu Tag (und Nacht zu Nacht?) rascheren Knospen, Treiben und Blühen wird auch der Fluss grüner mit jeder Stunde. (14.4.)
„Sonderbare Dinge geschehen im Licht der lebendigen Gegenseitigkeit.“ Martin Buber
Fotos (Cut-ups): Desert Ship (1), Runaway Boat (2)
Ein Jahr alte Wolken
Vierter April, und noch immer ist es winterkalt, wintermantelkalt. Die Bäume kahl, die Sträucher blassgrün voller zager Knospen. Man erschrickt, wenn durch wolkenloses Blau einmal die warme Frühlingssonne fällt. Am Nachmittag scheint sie lange, golden, sodass sich das Gemüt dehnt, die Augen sich weiten und das Geliebte in allem erkennen, was da drüben auf dem Parkplatz herumsteht: Kinder, Frauen, Männer, Hunde, Bäume, alte Autos, die Leute, die lachen im hellen Licht. Da funkelt ein Blinken durch das Hellblau und Gold. Vierter April? Es schneit!
Als das Kind zum Geburtstag ein Klavier
geschenkt bekommt, erzählt sein Großvater, dass er einmal ein Klavier aus dem Fenster geworfen hat – und wie herrlich es sich anhörte, als das Klavier vier Meter in die Tiefe sauste und dann unten auf dem Parkplatz in tausend Stücke zerbarst!
Wie schön die Seine noch immer ist zwischen Louveciennes, Port-Marly und Giverny! Die wechselnden Uferbäume, zumeist Pappeln (Fahnen, Fächer, Federn), die wie ehedem langsam flussabgetragenen Frachtkähne … vor allem aber die Schleifen, Bögen, das Hin-und-her und Mäandern. Monet, der in Giverny drei nebeneinanderliegende Gärten kaufte und sich ein Haus darauf baute, Sisley und die anderen Impressionisten im Paris vor 150 Jahren, sie waren im Grunde Flussmaler, Seine-Maler. (Rouen, 9.4.)
Fotos: Ein Jahr alte Wolken: Offenburg, 8. April 2014, ja.
Die Renaissance der orchestralen Filmmusik
Um nicht vergessen zu werden, schrieb sie vor einem jeden Treffen mit Freundinnen eine Erinnerungsnachricht.
Das Mädchen mit den flatternden Augenlidern – sie flattern während jeder Drehung des Kopfes, flattern und flattern, solange bis das Gesicht zur Ruhe kommt. (Portugiesenviertel, 30.3.)
Fünfundvierzig Millionen „nicht verwendbare“ männliche Hühnerküken werden hierzulande jedes Jahr in eigens zum Zweck dieser Vogelvernichtung eingerichteten Betrieben geschreddert – lebendiges Totholz. Ich lebe in einer
Todesfabrik – einem Staat, dem das Umbringen nie vergangen ist und der zwar vorgibt, ein soziales Gefüge zu sein, in Wirklichkeit jedoch alles und jeden dem Profit und der Effizienz unterordnet. Der für diese so gottlose wie skrupellose Massenabschlachtung verantwortliche CSU-Minister weist jede Kritik an dem Vorgehen zurück, er verweist auf die Forschung, die an effektiveren Tötungsmethoden bereits arbeite.
„,So ist das Leben‘, sagte Chick. – ,Nein‘, sagte Colin.“ Boris Vian
Das Sturmereignis!
Plötzlich fiel das Kind einfach um.
„Ich esse“, sagt das Kind. „Blut mit Pfeffer.“
Und das Kind fragt: „Hat man schon mal so was Schnulziges gehört – ,Die Renaissance der orchestralen Filmmusik‘?“
Foto: Mein Schöpfer und ich
Schwierige Tiere
Abends am Fluss begegnete mir Friedrich Nietzsche. Er hatte seinen dicken weißen Schnurrbart, seine traurigen Augen und das zugewandte Lächeln. Und so blieb er kurz stehen und sagte zu mir: „Glauben Sie an gar nichts, außer an die Begrüßung, die eine wahre Macht ist.“ Ich merkte, dass ich ihm nicht lange in die Augen sehen konnte – in seinen Pupillen tanzte das Feuer. (Klein Borstel, 24.3.)
Du musst sie erst recht einladen, wenn die Leute nicht kommen können oder wollen. Du musst – wie Jay Gatsby – das Haus um jeden Preis offenhalten, zur Not Türen und Fenster rausreißen, auch dann – gerade dann! –, wenn ein Wirbelsturm anrollt.
Alles, was nicht automatisch geht auf dieser Welt, ist gut – allerdings ist das nicht automatisch so.
„Wenn es stimmt daß wir schwierige Tiere sind / Sind wir schwierige Tiere weil nichts mehr stimmt“ – an diesen Vers aus Durs Grünbeins Gedicht „Biologischer Walzer“ muss ich dieser Tage oft denken. Wir alle, so kommt es mir vor, sind wahnsinnig geworden. Da schließt sich
ein 27-jähriger Co-Pilot im Cockpit ein und, wie es in den Meldungen heißt, „fliegt 149 Menschen und sich selbst in den Tod.“ Das deutsche Utoya eines fliegenden Amokläufers.
31.536.000 Sekunden hat jedes Jahr, errechnet das Kind.
Tomas Tranströmer ist gestorben. Leb wohl, Trana.
Fotos: Tomas Tranströmer in den 1960ern und 2014
The Fucking Moon
„Was du innig liebst, ist beständig“: Die liebsten Bücher kommen zu dir zurück, unerwartet rufen sie dich. Angebot, Vian zu übersetzen.
Die das schöne Wetter ausnutzen – wen und was nutzen sie sonst noch aus?
Unter dem Brückenbogen – ein grünes Geflimmer auf dem Gemäuer, lebendig, das Schwirren, eine Wiese aus Licht an einem Nachmittag nur für Gespenster, die bleiben wollen.
Die wahren Vandalen, sagt Naomi Klein auf einer Veranstaltung während der Blockupy-Proteste in Frankfurt am Main, säßen in den Bankentürmen dieser Finanzmetropole. Später distanziert sie sich von den gewalttätigen Krawallen in den Straßen, verweist aber auf den Unterschied von Gewalt an Gegenständen und bewusst in Kauf genommener Gewalt an Menschen, wie Banken und deren Manager und Handlanger sie praktizierten. „Sie zünden keine Autos an“, sagt sie an die Adresse der EZB, dessen geschmacklose Geldkathedrale in Frankfurt eingeweiht wird, „aber die Welt zünden sie an.“ Dir kommen Naomi Kleins Standpunkte wenig radikal vor, dafür sehr bekannt. Du unterschreibst sie, weil sie deine sind seit Mitte der Achtziger. Dir scheint, sie führen zu nichts. Dir scheint, derlei Kritik wird geäußert, weil sie zu nichts führen soll. Die die Welt verkaufen und dabei über Leichen gehen, denen steht die Gewissenlosigkeit noch immer in den fiesen Visagen. Daran erkennt man sie, und daran, dass sie sich längst viel radikalere Claqueure leisten. Der Radikalismus ist salonfähig, und der Salon steht in Flammen. Zu spät.
In Österreich, lese ich, dürfen Asylbewerber als Erntehelfer, Prostituierte und Zeitungsausträger arbeiten.
Black Sabbath haben ein letztes Album angekündigt. Eingespielt werde es, so Sänger Ozzy Osbourne, wenn es sein müsse, „up on the fucking moon“.
Absolut keine Musik mehr
Von South Kensington bis Victoria, und dort weiter mit der Victoria Line Richtung Brixton, nach Pimlico.
Eine Frau wie eine bissige Rose. (Soho, 19.3.)
Der schmale und kaum kopfhohe U-Bahnwaggon rast durch die Tunnel, die Dunkelheit stundenlang, und du am offenen Fenster atmest und lebst. Das Wirkliche, da ist es!
Teilweise Sonnenfinsternis. Mit einem Mal wurde alles grau und merklich kühler. Die nächste totale Sonnenfinsternis wird es – sagen sie – 2081 geben, in 66 Jahren. Da werde ich 105 sein. Und jubelnd über die Felder laufen zu meinen Freunden, den Tieren.
„Kennst du das Gefühl, wenn du absolut keine Musik mehr hören willst?“, fragt das Kind.
Der Westwärtshain
Rolf Dieter Brinkmann starb nicht nur an Shakespeares Todestag (laut Julianischem Kalender), nicht nur, nachdem er im „Shakespeare’s Pub“ gewesen war (Hörensagen), und nicht nur mit seinem Gedicht „Nach Shakespeare“ in der Tasche (Vermutung) – er starb im Westbound Grove, als er dort, vielleicht angetrunken, bestimmt aber unachtsam dem Linksverkehr gegenüber, auf die Straße trat und überfahren wurde. Nichts kündet davon, kein Schild, keine Plakette, rein gar nichts, ganz so, als wäre hier nie etwas passiert. Oder als hätte die „Bild“-„Zeitung“ recht behalten, als sie im April 1975 schrieb, dass der deutsche Dichter Rolf Dieter Brinkmann in London von einem Auto überfahren worden sei: „Er starb.“ – „Nach Shakespeare“
erschien wenige Tage später in Brinkmanns legendärem Gedichtband „Westwärts 1 & 2“, und „Westbound Grove“, das ist, so könnte man es übersetzen, der Westwärtshain. Der junge Peter Lach-Newinsky, heute ein angesehener australischer Dichter, übersetzte seinerzeit für einige Londoner Lesungen aus „Westwärts“ Rolf Dieter Brinkmanns Gedicht über Shakespeare und dessen Gespenst so:
After Shakespeare
The winter hand falls off
and is lying in the garden where now
there’s a wooden scaffold.
The dark summers
fall like the hand.
You’re freezing in your head.
Autumn with its
dead fish on the
bottom of the rivers is
like the kiosk with the old
woman sitting and reading
the newspaper till someone
comes and buys one of the cold
rissoles lying in the
glass vitrine smeary with
fat. The passer-by pays,
eats, throws the bone
at the invisible angel.
And spring arrives, disperses
the headlights through
tinny leaves in the evening
sinking with the wooden scaffolds
by the river.
Die straßenbreite Unterführung unter den Museen der Exhibition Road in South Kensington, die gebe es „since hundreds and hundreds of years“, sagt die junge Londonerin. (17.3.)
In der Tube, als sie einfährt am Leicester Square, verliert eine Dame beim Aussteigen einen blauen Lederhandschuh. Die Männer im Waggon blicken ihn an, wie er da auf dem Boden liegt, aber nur einer hebt ihn auf, ruft durch die offene Tür der Frau nach und wirft ihr den Handschuh zu – worauf sie lächelt und sich bedankt. „,Madam! Madam!‘, hat er gerufen!“, johlt ein anderer. Und noch einer meint, so ein Gentleman, der könne nicht von hier sein. „Hey, you stranger!“ In London, sagt er, gibt es keine Madams, da gibt es nur Männer und Frauen. „Frau!“, ruft er, „Frau! Hier, den verdammten blauen Handschuh hast du verloren!“
Wer bist du, wenn nicht ich?
Finsbury Park – wo die Schule liegt, an der ich von Gedichten erzähle, – dort wuchs vor 200 Jahren John Keats auf. Vor den Fenstern die Bäume.
Fotos: Westbound Grove, London-Bayswater (1 und 2), Hyde Park (3)
Liebe Grüße an Keats
Die grünen Sittiche, frei in den kahlen Wipfeln des Parks, wie Blätter, fliegender Mai, die ausprobieren, wo sie festwachsen könnten. (Hyde Park, 16.3.)
Eine Autoalarmanlage zwitschert, zwei, drei Martinshörner nähern und entfernen sich im Dunkel, und vis-à-vis, da ist ein ganzer Block erhellt, eine leuchtende Fitnessfabrik mit Blick in die keimfreien Gärten des Prinzen, Beine, Arme, Beine, Arme. Am Morgen laufe ich durch die grauen Kensington Gardens nach Bayswater bis zu der Stelle, wo vor vierzig Jahren Rolf Dieter Brinkmann totgefahren wurde.
Die Sprache der Gedichte sei der Minutenzeiger, die der Wissenschaftler der Stundenzeiger auf der Uhr ihres Lebens, sagt eine Schülerin in Islington.
Wer du bist und wer ich bin,
wer wir sind, entscheiden
du und ich und wir für
uns allein, nicht sie, nicht
sieben, die kommen, um heilig
und wichtig und richtig zu tun.
Die Sun titelt: „Wir leben in einem Ford Focus!“
Die Autorin im Apartment neben mir sagt im Flur an dem Morgen, als ich nach Hampstead hinausfahren will: „Send my love to Keats.“
Ein Waldbrand
Der Bankfilialleiter in seinem Funktionsmöbelkabuff, er ist nicht nur arm dran. Zusammengesunken über dem Schreibtisch, mit leerem Blick äugt er in die Leere und weiß genau, was Reichtum wäre. Mut. Er ist arm.
Claude Simons ursprünglicher Titel für seinen Roman über den drôle de guerre „Die Straße in Flandern“: „Bruchstückhafte Beschreibung eines Desasters“.
Schöner Reim im Refrain eines Charts-Songs im Radio:
I got you in my heart, yes
I got you in my soul, yes
like a wildfire in the darkness
Alle sind Freunde. Nur ich bin es nicht – ein Glück.
Wäschereiter
„Mag der Regen die einzelnen Segmente der Hummeln, das Honiggelb, das Bärenschwarzbraun auch frisch zum Leuchten bringen: kein in-den-Handteller-Nehmen und Anhauchen wird euch vorm Sterben retten oder vom Tod zurück ins Leben bringen, das war schon in der Kindheit so, und trotzdem wurde es, ich sag’s dir, ich sage euch, immer wieder versucht, damals an den Hummelsterbetagen wie heute.“ Peter Handke
Wäschereitermine? Wäschereiter? Berittene Wäschelieferanten in die Luft jagen?
„Lass uns die Sternschäden reparieren.“ Tom Schulz
In Stuttgart las ich auf einer Leuchttafel das seltsam schöne Wortspiel „Là pour là“ – statt „L’art pour l’art“ also „da, um da“ zu sein. Und wie wahr! Lieb etwas, liebe einen oder eine, sodass es dir das Leben ist, schon bist du da, um da zu sein. All is full of love, even when you shut the doors. Im Zug nach Münster las ich das in den neuen Gedichten von Tom Schulz, „Lichtveränderung“: „Keines war besser als das andere. Jedes war.“ (12.3.)
Der Körper ist es, der den Raum erschafft, nicht umgekehrt. (Ja.) Durch Bewegung. Nie ist mir aufgefallen, wie schön dieses Wort ist, ein echter Begriff, begreifbar: Da wird der Raum be-wegt. Wege werden gelegt. Und beschritten. Körper und Raum bewegen sich nämlich gleichermaßen. Zusammenzeit!
Der lichte Kern
Erster Frühlingstag – ein sachter Märzwind. Unter dem hellblauen Himmel die noch ganz kahlen Bäume und Büsche, aber alles ist schon voller Liebe, ja, Mensch, sogar wenn du die Fenster und Türen verrammelst, ist drinnen alles längst schon voller Liebe! Einer schreibt mir, meine Gedichte seien zu weich – und irrt, denn in Wahrheit sind sie noch lange nicht weich genug. Sie sind noch nicht wie deine Haut! (8.3.)
In Alf Sjöbergs Filmdrama „Hets“ („Raserei“), das zu Beginn der 1940er-Jahre an der Stockholmer Höheren Knabenschule Södermalm spielt und dessen Drehbuch Ingmar Bergman schrieb, ist Tomas Tranströmer, damals Gymnasiast in Södermalm, als Statist zu sehen. Sein Spitzname war „Trana“, Kranich.
Der lichte Kern im Kometen von Tomas Tranströmers Kindheitsmemoiren „Die Erinnerungen sehen mich“: „Palle, der vor 45 Jahren starb, ohne erwachsen zu werden, – mit ihm fühle ich mich gleichaltrig. Dagegen bleiben meine alten Lehrer, die ,Greise‘, wie sie allesamt hießen, in der Erinnerung Alte, auch wenn die älteren von ihnen genauso alt waren, wie ich es jetzt bin, da ich dies schreibe. Immer fühlt man sich jünger, als man ist. Ich trage meine früheren Gesichter in mir, wie ein Baum seine Jahresringe hat. Ihre Summe ist, was ,ich‘ ist. Der Spiegel sieht einzig mein letztes Gesicht, ich spüre alle meine vorigen.“
Ein Pflanzenschlafmittel? (Ja.)
Zersplitterte Fabrik
„Lieber streiten als einsam sein. Also heirate.“ Irisches Sprichwort
Nach Tallaght
Jervis
Four Courts
Museum
Liffey
Heuston
James’s
Fatima
Rialto
Grand Canal
Suir Road
Goldenbridge
Drimnagh
Blackhorse
Bluebell
Kylemore
Red Cow
Kingswood
Belgard
Cookstown
Hospital
Tallaght
Literaturbetrieb: zersplitterte Fabrik, in der niemand irgendwen von irgendetwas zu überzeugen vermag. (Berlin, 3.3.)
Slogan, Berlin: „Er kam, sah und saugte.“
„Uniformiert, uninformiert“, sagt das Kind.
Talla
Die Leute von Tallaght, „Talla“, wie sie selber sagen zu ihrer Stadt an Dublins Rand – stark und freundlich sind sie. Seit es eine Tram gibt, die sie geradewegs in die Hauptstadt hineinfährt (und wieder nach Haus in die Dublin hills), öffnet sich ihnen die Welt und fangen sie zu erzählen und zu glauben an: dass es doch weitergeht!
Über die grünen Hügel kommt am Morgen ein ungeheures Licht. Es ist die irische Dämmerung, und die Möwen segeln darin über die verwaisten Parkplätze vor dem großen und noch vollkommen menschenleeren Tesco-Einkaufszentrum „The Square“. (27.2)
Ich besuche Dominic’s Community Centre in Tallaght. Als Unsichtbarer, als deutsches Gespenst sitze ich am Tisch, als drei Alte ihr Vorhaben besprechen: eine Kupferstecherwerkstatt für vier Senioren und vier Jugendliche! Draußen im Innenhof, im hellblauen Frühlingslicht, spielen Kleinkinder mit molligen Erzieherinnen, die lachen wie die Februarsonne.
Zeichnungen: Isobel Shah Keating, 7 Jahre alt, „Mountains and grass“, John Paul Condron, „Flowers“ und „More flowers“, RuaRed, Tallaght
Deine Aufgabe
„Ich verhandle mit der Zufälligkeit.“ Willy Ronis
„In England heißt jedes Pferd Horst“, sagt das Kind, „wusstest du das?“
Betrachte viel mehr als deine Aufgabe. Sag dir, auch das ist dir aufgegeben, wie ein Rätsel!
Der einzige Mensch, der mich im Bus zwischen Heathrow und Gatwick etwas fragte, war eine Taubstumme. Und ich verstand ihre lauten Gesten. Wir lachten miteinander, und vor den Fenstern das Nieseln, das graue Land vor der Riesenstadt. (London, 26.2.)
Foto: Willy Ronis, „Île-Saint-Denis, 1956“
Obacht
Was mein Nebenmann im Zug liest: „Die Seattle-Studie von der Vergebung“?
Am Morgen im Schneetreiben aufgewacht, Flensburg im Februar.
Dem Teufel geht es immer gut, das ist das Teuflische an ihm. Und daher kann ich der Teufel nicht sein.
„Obacht!“ – so hieß es, als ich ein Junge war, wenn wir mit den Fahrrädern auf die Straße oder, später, an den Bahnübergang kamen, wo der Zug nach Lenggries einmal den Fendt-Trecker des berühmtesten Bauern im Ort samt dessen Sohn plattgefahren hatte. Wie, frage ich mich seither, übersetze ich das: „Obacht!“ – mit „Vorsicht!“ oder mit „Achtung!“ – oder mit „Pass auf!“, „Aufpassen!“? Denn das Erstaunlichste an dem „Obacht!“ ist ja, dass mich der Ausdruck bis heute Tag für Tag begleitet im Wort beobachten. So bin ich ein Be-Obachter geworden. Als Beobachter nähere ich mich vorsichtig, im besten Fall achtsam möglichst vielem und passe auf, worauf ich zugehe. Auf dich. (21.2.)
Was die junge Tochter ihrer Mutter zu deren 50. Geburtstag schreibt: „Glaube an die Liebe. Erinnere dich an die schönen Dinge. Erinnere dich an den Anfang.“
„I repeat the word ,stricken‘ to myself / and stand bareheaded under the banked clouds / edged more and more with brassy thunderlight.“ Seamus Heaney
Und noch einmal Heaney: „The riverbed, dried-up, half-full of leaves. / Us, listening to a river in the trees.“
Wo du Vogel bist
Sonntagmorgen im Wald am Fluss, das irre Vogelgeschwirr und -geflirr. Gezwitscher und Glockenklang. Die Lieder der Vögel eine in die Morgenluft zersprengte Glocke. (Klein Borstel, 15.2.)
Die Zukunft deines eigenen Lebens – es ist nur wenig, was dich abhält, sie wirklich werden zu lassen, damit du nicht im Unwirklichen untergehst. Frag dich, jetzt, in diesem Augenblick, wen du liebst und was dir so viel bedeutet, dass du es ebenso liebst wie dich selbst, deine Kinder, deinen Glauben, die Leute mit ihren Eigenheiten, ihrem Ringen, am Leben zu bleiben, und ihrer Verzweiflung. Da hast du es. Voilà! Und daran halte fest, solange du aufrichtig sein kannst. „Was du innig liebst, ist beständig. Der Rest ist Schlacke“, sagt Pound. „What thou lovest well remains, / the rest is dross / What thou lov’st well shall not be reft from thee / What thou lov’st well is thy true heritage“. Die Musik deines Wesens. Die Luft, in der du Vogel bist. Die Zeit, die dir beschieden ist. Dein Glück. (16.2.)
Wie war es wohl so für Robert Walser, Robert Walser zu sein?
Trotz aller Tristesse! Trotze dem Trübsinn.
Pferd
Durch den Abend getrabt
als mein eigenes Pferd.
Lief am Fluss entlang,
ging auf die Suche
nach dir und fand dich
nirgends als in Gedanken.
Und zwischen Bäumen, da
standen überall Kinder,
die riefen: Pferd!
Pferd! Wir sind
die Schatten
der Wildgänse.
Irdische Augen
Alles diagnostiziert!
„Wird schon, wird schon, wird schon“, sagt die schlechteste, nein die beste Ärztin der Welt.
„Nur weil wir irdische Augen haben, können wir die, die vor uns ins neue Leben geboren werden, nicht sehen.“ Gustav Fechner
„Warum ist der Regen, wenn er vom Himmel fällt, nicht blau?“ Sylvain Tesson
Alles aufgeklärt!
Treppe
Den Main flussab fährt unter dem Holbeinsteg hindurch ein Frachtkahn. Es ist ein eiskalter und windiger, aber schneefreier Wintertag. Nur auf dem Schiff liegt in dicken, vom Wind gefrästen Rippen der weiße Schnee von sonstwo.
Es gibt unvergessliche Treppen. Man kann auf ihnen hinaufsteigen oder hinab, wie Könige. Treppe durch die Zeit! Wenn du jemanden hast, mit dem du auf ihr stehst, halt ihn fest, gleichgültig, was rings geschieht.
„I am half-sick of shadows!“ Tennyson, The Lady of Shalott
Durch den Schneedunst gelaufen – in dieselbe Richtung wie erst zwei, dann sieben große, laut rufende Wildgänse, die in Dachfirsthöhe über mir hinflogen. (6.2.)
Der traurige König von Schweden
Alles notiert!
Wie ein Ja in einem Saal voller Nein.
Eine fantastische Szene, der junge Karl XII. von Schweden, „der letzte König der Wikinger“, wie er in Roy Anderssons Film „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“ auf einem großen Rappen in ein tristes Göteborger Vorstadtcafé geritten kommt. In der Ferne sieht man Strommaste. Aber vor den Café-Fenstern marschieren gelb-blau berockte Soldaten mit Lanzen vorüber „in die Schlacht mit den Russen“, während der König in dem Café ein Glas Mineralwasser verlangt und von abgrundtiefer und zeitloser Traurigkeit erfüllt ist.
Überhaupt, welche Demenz, die Liebe zu vergessen, sie vergessen zu wollen! Ich weiß es noch, es war einer der wichtigsten Wandsprüche meiner Jugend: LA TRISTESSE SANS LA TENDRESSE
Heute in der Wintersonne über dem Garten, da sah ich – unfassbar, aber dann doch plötzlich gar nicht mehr unglaublich! – einen großen blauen Raben, eine nachtblaue Krähe tauchen in eine Tanne, wo sie im Dunkeln ausruhte und wieder schwarz war. (4.2)
In der Küche wird gekachelt – und überall in der Bude ist der Staub der passend geschnittenen Fliesen. Staub überall! Da erhalten die Dinge ihre Form zurück. Sie stehen in der Welt, aber werden unsichtbarer jeden Tag.
Mitsterne
Noch einmal Novalis, dessen Fragmente unauslotbar tief und schön sind: „Wie wir, schweben die Sterne in abwechselnder Erleuchtung und Verdunklung – aber uns ist, wie ihnen, im Zustand der Verfinsterung doch ein tröstender, hoffnungsvoller Schimmer leuchtender und erleuchteter Mitsterne gegönnt.“ Mitsterne. Gegönnte Mitsterne! Vergleiche das mit dem Mitstern Gryphius, mit dessen „An die Sternen“.
Kerzen für den Dornendocht?
Alles überprüft!
„Review“ heißt das Label der Klamotten, in denen ich am Fluss entlang trabe, und der Slogan dazu: Review loves to dress you. Liebend gern kleidet die Rückschau dich ein.
Ein Wintersonnenuntergang, gelb vor dunkelviolettem Himmelshintergrund wie das Flutlicht über dem abendlichen Sportplatz, als ich ein Junge war. (2.2.)
Heute hat das erste Mädchen, das mich küssen durfte, Geburtstag. Es wird ein halbes Jahrhundert alt.
Alles getestet!
„Von dem negativen Prinzip des Staats (Sicherheit) und dem positiven Prinzip des Staats (Erweiterung oder Sicherheit im höhern Sinn). Beide greifen ineinander ein. / Polizei – und Politik“ Novalis, 1797



